Freiwillige Feuerwehr Krauel F2954

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Krauel

Die erfolgreiche Geschichte unserer Wehr begann im Jahre 1877, als sich die gesamte europäische, nach der Reichsgründung besonders aber die deutsche Gesellschaft, in einer euphorischen Aufbruchstimmung befand. Da ist es nicht verwunderlich, dass auf dem zum Hamburg gehörenden, aber stadtfernen Krauel, die (damals) erste freiwillige Feuerwehr der Hansestadt gegründet wurde. Wir sind besonders stolz darauf, in dieser Tradition zu stehen. Die Gründerväter unserer Wehr trugen die gleichen Namen wie sie noch heute in den Vierlanden geläufig sind: Wörmer, Klemmer und Kröger. Dies ist ein Indiz dafür, dass Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit die besten Voraussetzungen sind, Land und Leute und deren Habe zu schützen und vor Schäden zu bewahren. Diese Idee war zugleich eine Berufung, die für alle Kameraden seit der Gründung bis zum heutigen Tag uneingeschränkt Gültigkeit hat!Aber die Zeiten haben sich gewandelt: Was damals mit Löscheimern und Feuerpatschen begann, hat sein vorläufiges Ende in einer hochmodernen High-Tech-Ausrüstung gefunden.Natürlich bekämpfen wir auch heute noch das Feuer; aber die Prioritäten unserer Einsatzanforderungen haben sich grundlegend gewandelt. Die Männer unserer Wehr sind zu einem großen Teil hochqualifizierte Spezialisten und immer dann zur Stelle, wenn Erstversorgung, Hilfeleistung, Katastrophenschutz und die Bekämpfung von Gefahren für die Umwelt gefragt sind. Ab 1981 haben wir auch die Aufgabe der Erstversorgung übernommen. Hinzu kommt seit einiger Zeit, dass die Komponente Versorgung im Direktionsbereich Ost-Süd uns zugeordnet ist.Die 77 Einsätze, zu denen wir bis jetzt in diesem Jahr gerufen wurden, bilden die Spitze der jährlichen Anforderungszahlen und beweisen eindrücklich, wie wichtig freiwillige Feuerwehren am Rande des großen Flächenstaates Hamburg sind.Deshalb sei auch hier ein Blick in die Zukunft gestattet. Die gesellschaftlichen Veränderungen und der strukturelle Wandel in den Landgebieten bedingen auf Dauer eine Leistungsschwächung der freiwilligen Wehren, weil viele Kameraden nicht mehr in der Nähe ihrer Wohnung arbeiten und deshalb bei Alarm nicht stets präsent sein können. Warum sollten eigentlich nicht auch Frauen, deren Leistungsbereitschaft außer Zweifel steht, in die Bresche springen? Es ist ein Fortschritt im Interesse der Allgemeinheit, dem kein ehrenwerter Feuerwehrmann entgegensteht